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Zurück in die Pflege
Berufsrückkehrer*innen
Piktogramm Apfel liegt auf Schulbüchern

Zurück in die Pflege

In Krankenhäusern werden Krankheiten, Leiden oder Verletzungen festgestellt, geheilt oder gelindert und Geburtshilfe geleistet. Die Patient*innen werden zum Teil ins Krankenhaus aufgenommen, dort untersucht, behandelt und betreut. Die Kliniken konzentrieren sich dabei auf die Versorgung von Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen und bieten ein breites Spektrum an medizinischer und pflegerischer Versorgung in den verschiedensten Fachdisziplinen an. Die Patient*innen werden in den Abteilungen je nach Krankheitsbild, Zustand und Alter behandelt.
Pflegefachkräfte in Schulung am Tisch sitzend

Einmal Pflegekraft – immer Pflegekraft?!

Du bist länger aus dem Pflegeberuf draußen und würdest gerne wieder in der Pflege arbeiten? Deine Sorge ist, dass du den Anschluss an die aktuellen Entwicklungen in der Klinik oder in der Pflegeeinrichtung verpasst hast? Die Pflege, die Medizin und die Technik haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt…
Du hast Bedenken, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen und allen Ansprüchen gerecht zu werden?

Viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen haben mittlerweile besondere und passgenaue Konzepte für Berufsrückkehrer*innen entwickelt. Sie wissen um diese wertvolle Ressource und legen sich da mächtig ins Zeug.

Häufig werden spezielle Einarbeitungs- und „Schnupper“-Programme für Berufsrückkehrer*innen angeboten. Da können Kenntnisse wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Damit sollst du als Wiedereinsteiger*in dein Wissen auffrischen und die nötige Sicherheit erlangen, die es braucht, um im Pflegealltag wieder gut gerüstet anzukommen und arbeiten zu können.

Piktogramm Arbeitsbedingungen

Von Flexpool bis Vollzeit:

Die Arbeitsbedingungen, insbesondere Wunscharbeitszeiten, sind dabei ein wichtiges Thema. Arbeitszeiten, die mit der Familie und den Betreuungszeiten der Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger vereinbar sind, bieten viele Arbeitgeber*innen bereits an. So gibt es z.B. die Möglichkeit in einem sogenannten Springerdienst- oder Flexpool zu arbeiten, d.h. man arbeitet nicht durchgehend auf einer fest zugeordneten Station oder einem Bereich, sondern arbeitet über einen bestimmten Zeitraum auf festgelegten Stationen oder Bereichen. Häufig werden die Einsätze vorher abgestimmt und es findet eine gezielte Einarbeitung in diesem Bereich statt.

Die Arbeit in diesen Pools erfolgt nach einem festen Dienstplan, der 4-6 Wochen im Vorfeld steht. Du als Berufsrückkehrer*in hast die Möglichkeit auch mit einem geringen Arbeitsumfang, z.B. mit einem Tag/Woche bis hin zur Vollzeit wieder in deinen alten Beruf zurückzukehren, ganz nach deinen Bedürfnissen. Du kannst teilweise neben ganzen Arbeitstagen z.B. auch nur 4 Std. arbeiten, und hilfst damit Arbeitsspitzen in bestimmten Bereichen aufzufangen und entlastet damit die Stationen, Wohnbereiche oder Pflegedienste.

Mehr dazu findest du auf den Webseiten der Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Oder du gehst mit den in Frage kommenden Kliniken und Pflegeeinrichtungen direkt in Kontakt.

Größere Kliniken oder Einrichtungen halten auch Angebote zur Kinderbetreuung bereit. Dies erleichtert dir als Berufsrückkehrer*in den beruflichen Wiedereinstieg. Eine rechtzeitige Planung ist hier erforderlich, um diesen Bedarf abdecken zu können. Häufig finden Gespräche darüber zwischen Mitarbeiter*innen und Arbeitgeber*innen noch vor dem Antritt des Mutterschutzes statt. Es wird über eine evtl. Rückkehr nach der Elternzeit mit einem möglichen Beschäftigungsumfang und dem Bedarf eines Betreuungsplatzes für den Nachwuchs gesprochen.

Piktogramm für weitere Informationen zuer Pflege

Allgemeine Informationen zum kita finder und dem Online-Anmeldeportal für Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt München findest du hier: https://kitafinder.muenchen.de/elternportal/de/
Benötigst du weitere Hilfe oder Unterstützung bei der Anmeldung, findest du hier auch die Kontaktadressen der Elternberatung.

Logo Power m - Perspektive Wiedereinstellung

Die Landeshauptstadt München hat mit power_m ein Modellprojekt für den beruflichen Wiedereinstieg in München etabliert. Das Programm berät und betreut Frauen und Männer, die nach einer Familienphase den beruflichen Wiedereinstieg wagen wollen. Verschiedene Kooperationspartner*innen fördern und unterstützen das Projekt wie z.B. die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

power_m steht dabei für profiling und orientierung für wiedereinsteigerinnen in der region münchen.

Das Ziel von power_m Perspektive Wiedereinstieg: „Wir gewinnen gut qualifizierte Fachkräfte für den Münchner Arbeitsmarkt. Sie sind hoch motiviert und sehr gut ausgebildet und auf der Suche nach den passenden Jobs für ihr Profil. Damit ist das Programm auch ein Beitrag zur Sicherung der Altersvorsorge von Frauen und zur beruflichen Gleichstellung am Arbeitsmarkt am Wirtschaftsstandort München.“

Mit regelmäßigen Veranstaltungen und durch Teilnahme an Konferenzen informiert power_m über Erfolgsfaktoren zum Wiedereinstieg und das aktuelle Programm. Dieses umfasst z.B. Informationsveranstaltungen zum Wiedereinstieg oder auch zum Thema „Wenn Eltern älter werden – Wie gelingt Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“

„Es hat sich für mich nicht die Frage gestellt zurückzukommen. Auch wenn man nicht mehr so flexibel ist mit Kind, findet man immer eine Lösung, und zwar zusammen!“

Melanie Paris hat eine klassische Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert.
In der München Klinik Bogenhausen durfte sie beim Aufbau der Station „Akutgeriatrie“ mitwirken. Drei Jahre später übernahm sie die Leitung dieser Einheit.
Nach der Elternzeit arbeitete sie zunächst im Aufwachraum und auf einer Corona Station, um dank geregelter Arbeitszeiten ihren Wiedereinstieg als Pflegefachperson und Mutter in Einklang zu bringen. Mit Hilfe der Münchner Kontingentscheine für Krippenplätze konnte sie sofort eine Betreuung für ihr Kind finden. Ein halbes Jahr später war es ihr möglich ihre ehemalige Position als Stationsleitung wieder aufzunehmen.

„Ich habe mich damals für diesen Beruf entschieden, da ich gerne für Menschen da bin, denen es gesundheitlich nicht gut geht. Ich möchte im Gesundheitssystem tätig sein, da es ein sicherer Job ist und man mit dieser Ausbildung die Chance hat, in so vielen Einrichtungen zu arbeiten.“

Portraitbild Melanie Paris